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Schloss Tirol

Das Schloss Tirol bei Meran ist die Stammburg der Grafen von Tirol und die Wiege und der Namensursprung des Landes.

Der Burghügel ist seit der Urgeschichte besiedelt. Auch zahlreiche Funde und ein Gräberfeld aus dem Frühmittelalter wurden gefunden. Die Archäologen legten auch eine frühchristliche Kirche mit drei Apsiden frei.

Die erste Burganlage wurde vor 1100 erbaut. Auf 1139/40 wird die zweite Bauphase datiert, zu der auch der Bergfried gehört. Eine dritte große Bauphase fällt in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts unter Graf Meinhard II. von Tirol. Die Burg blieb bis 1420 Residenz der Tiroler Landesfürsten, bis Herzog Friedrich mit der leeren Tasche die Residenz nach Innsbruck verlegte.

In der Neuzeit verfielen Teile der Burg oder stürzten in den sogenannten „Köstengraben“. Sie wurde sogar auf Abbruch verkauft, um als Steinbruch genutzt zu werden. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg wiederhergestellt und 1904 der Bergfried wieder aufgebaut.

Kunsthistorisch besonders interessant sind die Fresken der Burgkapelle und die herrlichen romanischen Portale mit üppigen plastischen Figuren in Marmor, die zum Teil Fabelwesen, religiöse Motive und geometrische Ornamente zeigen.

Heute ist Schloss Tirol Sitz des Südtiroler Landesmuseums für Kultur- und Landesgeschichte. Unmittelbar neben der Burg befindet sich eine Falknerei mit einer Greifvogelpflegestation.


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